Johannes Heil – Future Primitive – moderne 80er
Als das Album im Jahr 2000 auf dem Label Kanzleramt erschien hat Johannes Heil es als seine persönliche Verarbeitung der 80er Jahre bezeichnet. Trotzdem klingt das Album sehr modern und vorwärtsgerichtet, eher so wie man sich die Zukunft vorstellen könnte. Es ist kein Feieralbum, sondern eher was zum arbeiten, genießen, und bisweilen zum Träumen. Es braucht auch eine Weile, bis es sich in die Gehörgänge geschraubt hat, aber dann lässt es einen erst mal nicht los.
Besonders hervorzuhenen ist das 12 Minuten lange “Cherubim” (wohl dem der einen Subwoofer hat um die langen Bässe zu genießen
), aber auch das etwas zügigere “Play”.
Im (ebenfalls 12-minütigen) sehr sprährisch anmutenden “Divine Light Force” taucht unterwarteterweise und fast unmerklich ein Radiowecker auf, den sicherlich jeder der so ein Teil kennt schon einmal am Morgen verdammt hat.
Klare fette Sounds (808 und 909 etc.), nicht so hart wie früher aber doch straight und wie gewohnt cooles technoides Sounddesign. De Platte sollte meiner Meinung nach auf keinen Fall im Regal eines an elektronischer Musik Interessierten fehlen.
Trackliste:
- Future primitive Intro
- Children of the night
- Play
- Seven stars
- 6 days
- The chains of Babylon
- Future primitive
- Born in the light
- Golden dawn
- Divine light force
- Cherubim
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Tags: 80s, elektronisch, future, johannes heil, techno
